Gartenmöbel einwintern: was wirklich nötig ist
Es gibt zwei Wege, Gartenmöbel über den Winter zu bringen. Der eine ist, sie in den Keller zu tragen. Der andere ist, sie stehen zu lassen und richtig zu schützen. Der zweite Weg ist der, den die meisten am Ende gehen – weil der Keller voll ist, weil die Bank zu schwer ist, oder weil man im Februar an einem sonnigen Tag doch draußen sitzen will.
Stehen lassen ist völlig in Ordnung. Man muss nur wissen, was dem Material im Winter tatsächlich zusetzt.
Nicht die Kälte ist das Problem, sondern die Nässe
Frost allein macht Holz, Aluminium und Geflecht wenig aus. Was schadet, ist Wasser, das nicht wegkann: Regen, der auf einer Sitzfläche stehen bleibt, Schnee, der auf einer Tischplatte liegt und langsam schmilzt, Feuchtigkeit, die unter einer luftdichten Plane eingeschlossen wird und dort wochenlang bleibt.
Deshalb ist die billige Baumarktplane aus dünner Folie schlechter als gar keine. Sie hält den Regen ab und die Feuchtigkeit fest. Darunter entsteht genau das Klima, in dem Holz stockt und Metall korrodiert.
Eine gute Schutzhülle ist wasserabweisend, aber atmungsaktiv, sie hat unten eine Öffnung und sie sitzt eng genug, dass der Wind sie nicht aufreißt. Für die Weishäupl-Serien gibt es die Schutzhauben passgenau zur jeweiligen Serie – Sie finden sie direkt auf der Seite des Möbels unter Zubehör, dann müssen Sie nicht raten, welche Größe passt.
Vor dem Abdecken: sauber und trocken
Der häufigste Fehler ist, die Hülle über feuchte oder verschmutzte Möbel zu ziehen. Blütenstaub, Blätter und Vogelkot ziehen Feuchtigkeit und arbeiten sich über den Winter ins Material ein. Was im Oktober ein Fleck ist, ist im April eine Verfärbung.
Also: einmal abwaschen, einen sonnigen Tag abwarten, richtig durchtrocknen lassen, dann abdecken. Bei Teak und anderen Harthölzern ist der Herbst außerdem der bessere Zeitpunkt für die Pflege als das Frühjahr – mit einem Holzreiniger die vergraute Schicht abnehmen, und wenn Sie den warmen Ton erhalten wollen, anschließend mit Hartöl nachbehandeln. Wer sein Teak lieber silbergrau mag, lässt das Öl weg. Beides ist richtig, das ist Geschmackssache und keine Frage der Haltbarkeit.
Pulverbeschichtete Gestelle brauchen wenig: abwischen reicht. Kleine Abplatzer sollte man allerdings vor dem Winter schließen, sonst arbeitet sich dort Feuchtigkeit unter die Beschichtung. Dafür gibt es den Ausbesserungslack in der passenden Farbe.
Kissen kommen rein
Kissen und Auflagen gehören nicht unter die Hülle. Sie speichern Feuchtigkeit und geben sie an alles ab, was daneben liegt. Wenn kein Platz im Haus ist, ist eine wetterfeste Tasche auf der Terrasse die zweitbeste Lösung – trocken einräumen, nicht auf den Boden stellen, sondern erhöht.
Schirme: zusammen, trocken, senkrecht
Ein Sonnenschirm, der nass zusammengebunden wird, hat im Frühjahr Stockflecken auf dem Tuch. Die bekommt man nicht mehr weg. Also den Schirm an einem trockenen Tag schließen, das Tuch durchtrocknen lassen, dann die Schutzhülle darüber. Der Schirm bleibt am besten senkrecht stehen, damit sich kein Wasser im Tuch sammelt.
Große Schirme und Freiarmschirme nimmt man im Winter besser ganz vom Mast. Bei Sturm ist ein geschlossener Schirm immer noch eine Fläche, und der Ständer ist nicht für Böen ausgelegt, wie sie im Januar kommen.
Was das am Ende ausmacht
Eine Schutzhaube kostet einen Bruchteil dessen, was das Möbelstück gekostet hat. Der Unterschied zwischen abgedeckt und nicht abgedeckt zeigt sich nicht im ersten Winter, sondern im fünften. Gute Gartenmöbel halten zwanzig Jahre und mehr – aber nur, wenn sie nicht jedes Jahr fünf Monate im Regen stehen.
Wenn Sie nicht sicher sind, welche Haube auf Ihr Möbel passt: Schreiben Sie uns, welche Serie Sie haben, oder schicken Sie ein Foto. Wir sagen es Ihnen.







