Der Buchsbaumzünsler kommt im August ein zweites Mal
Wer im Frühjahr gegen den Buchsbaumzünsler gekämpft und dann Ruhe gehabt hat, denkt oft, die Sache sei erledigt. Sie ist es nicht. Der Falter fliegt in Mitteleuropa in mehreren Generationen pro Jahr, und die zweite ist gerade unterwegs.
Warum der Spätsommer der gefährlichere Termin ist
Im Frühjahr sieht man den Befall meist rechtzeitig, weil man ohnehin im Garten steht und die Pflanzen anschaut. Im August schaut niemand mehr so genau hin. Der Buchs ist grün, die Terrasse ist wichtiger, und die Raupen sitzen innen im Strauch, wo man sie von außen nicht sieht.
Dazu kommt: Eine Pflanze, die im August kahlgefressen wird, hat kaum noch Zeit, vor dem Winter neu auszutreiben. Sie geht geschwächt in die kalte Jahreszeit. Und die Raupen der letzten Generation überwintern direkt in der Pflanze, eingesponnen zwischen den Blättern. Im Frühjahr fangen sie dort an zu fressen, wo sie aufgehört haben. Ein Spätsommerbefall, den man übersieht, ist deshalb nicht ein Problem für diesen Herbst, sondern für die nächsten zwei Jahre.
Woran Sie erkennen, ob er schon da ist
Schauen Sie nicht auf die Außenseite, sondern greifen Sie in den Strauch hinein und schieben Sie die Zweige auseinander.
Sie finden feine Gespinste, die aussehen wie Spinnweben, aber fester sind. Sie finden grüne Krümel, das ist der Kot. Sie finden Blätter, von denen nur noch das Gerippe steht. Und wenn es weit fortgeschritten ist, finden Sie Zweige, deren Rinde abgeschält ist – das ist der Punkt, an dem die Pflanze nicht mehr zurückkommt.
Die Raupen selbst sind grün mit dunklen Längsstreifen und schwarzem Kopf. Sie sitzen tief innen. Ein zweiter Blick lohnt sich immer, auch wenn der erste nichts gezeigt hat.
Was jetzt zu tun ist – in dieser Reihenfolge
Zuerst absammeln. Was schon in der Pflanze sitzt, muss raus. Absammeln, kräftig ausschütteln oder mit dem Wasserstrahl von innen nach außen ausspülen. Das ist unangenehm, aber es ist der einzige Schritt, den kein Hilfsmittel ersetzt.
Dann abdecken. Erst wenn die Pflanze frei ist, kommt das Netz darüber. Umgekehrt sperrt man die Raupen ein, statt die Falter auszusperren.
Und dann liegen lassen. Ein Netz, das über den Herbst und den Winter auf der Pflanze bleibt, ist im Frühjahr schon da, wenn die erste Generation fliegt. Genau dann, wenn die meisten Leute noch nicht daran denken.
Warum ein Netz und kein Spritzmittel
Ein Spritzmittel muss im richtigen Larvenstadium ausgebracht werden, es wird vom Regen abgewaschen, und es muss wiederholt werden. Es trifft außerdem Insekten, die man im Garten haben will. Wer neben dem Buchs Gemüse stehen hat oder Kinder und Hunde im Garten, hat damit jedes Mal dieselbe Abwägung.
Ein Netz hat diese Abwägung nicht. Es wirkt mechanisch: Der Falter findet keine Stelle, an der er landen und Eier ablegen kann. Wo keine Eier liegen, entstehen keine Raupen. Das funktioniert bei Regen genauso wie bei Sonne, und es funktioniert im dritten Jahr noch genauso wie im ersten.
Welche Länge Sie brauchen
Das buxit® Schutznetz gibt es als Meterware von einem bis zehn Metern. Messen Sie die Pflanze einmal rundherum am breitesten Punkt und rechnen Sie die Höhe dazu. Für eine Kugel mit rund 40 Zentimetern Durchmesser reicht meist ein Meter, für einen größeren Solitär oder eine Pyramide rechnen Sie mit zwei bis drei Metern. Für eine Hecke messen Sie die Länge der Reihe.
Wenn Sie unsicher sind, schicken Sie uns ein Foto von der Pflanze mit einem Zollstock daneben. Wir sagen Ihnen, welche Länge passt. Das ist schneller, als zweimal zu bestellen.
Ein Satz zum Schluss
Buchsbaum wächst langsam. Eine Kugel, die heute im Garten steht, ist oft älter als der Garten selbst, und in vielen Fällen älter als das Haus. Deshalb lohnt sich der Aufwand, den man für eine einjährige Pflanze nie treiben würde.







