Warum wir wollen, dass Sie öfter rausgehen
Ich schreibe das hier abends auf der Terrasse. Es ist warm, ich habe eine Decke über den Beinen und liege auf einem Gartenmöbel, das länger halten wird als ich es benutze. Und ich denke mir: Warum machen wir das eigentlich so selten.
Wir sitzen den ganzen Tag drinnen. Im Büro drinnen, im Auto drinnen, abends vor dem Fernseher drinnen. Und dann haben wir eine Terrasse, die wir vielleicht an zwanzig Abenden im Jahr benutzen, weil es entweder zu heiß ist, zu windig, zu hell oder zu kühl.
Genau das ist unsere Berufung. Wir sorgen dafür, dass aus zwanzig Abenden hundert werden.
Drei Generationen, ein Thema
Gegründet hat die Firma mein Opa, Anfang der Sechzigerjahre. Übernommen hat sie mein Papa, der Peter. Und 2019 habe ich sie übernommen und führe sie heute so weiter, wie sie jetzt ist. Wohin es weitergeht, schauen wir. Wir werden sehen.
Was sich in drei Generationen nicht geändert hat: Ohne unsere Kunden wären wir nicht da, wo wir heute sind. Deshalb steht der Service bei uns an erster Stelle, und deshalb reden wir mit Ihnen auf Augenhöhe – wir suchen gemeinsam eine Lösung, schaffen einen neuen Wohlfühlplatz oder spenden einfach Schatten, je nachdem, worum es geht.
Geändert hat sich das Drumherum. Früher bin ich zu jedem Kunden hingefahren. Heute läuft vieles online, und viele Produkte gehen direkt zu Ihnen raus – das ist schneller und für die Umwelt auch die bessere Lösung. Wo aufgemessen werden muss, kommen wir natürlich weiterhin vorbei.
Warum wir das aufschreiben
In unserer Branche gibt es viele Betriebe, die gute Arbeit machen und kein Wort darüber verlieren. Man ruft an, jemand kommt, es wird montiert, fertig. Das Wissen bleibt im Kopf des Monteurs.
Ich finde das schade. Denn die Fragen sind immer dieselben, und die Antworten kosten uns nichts:
Welcher Schirm passt auf einen Balkon, der nach Westen zeigt. Warum ein Schirm ohne Schutzhülle nach drei Jahren aussieht wie zehn. Wie viel Gewicht ein Freiarmschirm wirklich braucht und wann eine Bodenhülse besser ist als eine Bodenplatte. Warum eine Klimaanlage im Klassenzimmer das Falsche ist, wenn das Fenster ungeschützt in der Südsonne steht. Wie man eine Hotelterrasse so bestuhlt, überdacht und beheizt, dass auch bei Regen kein Tisch leer bleibt.
Das schreiben wir hier auf. Nach und nach, ohne Anspruch auf Vollständigkeit, aber ehrlich – auch dann, wenn die Antwort lautet, dass Sie nichts kaufen müssen.
Was wir uns davon versprechen
Ehrlich gesagt: dass Sie bei uns kaufen. Wir sind ein Betrieb und kein Verein. Es macht mir unfassbar viel Spaß, aber von irgendetwas müssen wir auch abbeißen, Rechnungen zahlen und wachsen.
Und trotzdem ist es mir wichtig, dass wir nicht irgendeinen Job machen, sondern einen mit Leidenschaft. Deshalb habe ich das Familienunternehmen übernommen: weil ich die Tradition bewahren wollte, und weil ich es jeden Tag genieße, in unsere Hallen zu gehen – dieselben Hallen, in denen mein Opa damals produziert hat. Einen Teil davon habe ich inzwischen vermietet, weil sich die Struktur der Firma verändert hat und wir vieles direkt versenden.
Mit meinen Mieterinnen und Mietern habe ich denselben Draht wie mit Ihnen. Und am Ende mag ich sie alle: die Mieter, die Stammkunden und Sie, die vielleicht gerade über diesen Beitrag gestolpert sind und am Ende einen Schirm oder ein Gartenaccessoire mitnehmen, das ein Stückchen draußen schöner und langlebiger macht.
Sonnige Grüße aus Wasserburg
Simone Huber







